Sport verdient Sichtbarkeit – nicht das Abstellgleis der Verwaltung!
- ekkk90

- 18. Apr.
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Mit großem Befremden haben wir die neue Strukturreform des Landes Kärnten zur Kenntnis genommen, in der der Sport der Abteilung 1 „Gemeinwohl, Wohnen & Innovationen“ zugeordnet wird – ohne dass das Wort Sport im Abteilungstitel überhaupt vorkommt. Diese Entscheidung vermittelt ein bedenkliches Signal: Der hohe gesellschaftliche und gesundheitspolitische Stellenwert des Sports wird dadurch konterkariert.
Kärnten ist im Schulsport Bundesländer-Spitzenreiter, und unzählige ehrenamtliche Funktionärinnen und Funktionäre tragen mit großem Engagement dazu bei, dass in unseren Vereinen die Olympiasieger:innen von morgen heranwachsen. Diese Menschen verdienen Anerkennung – und keine strukturelle Entwertung durch administrative Zuordnung in einer Abteilung, in der der Sport geradezu unsichtbar gemacht wird.
Die Corona-Zeit hat uns schmerzhaft gezeigt, wie wichtig Bewegung, Teamgeist und Gemeinschaft sind – für Körper, Geist und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Offensichtlich hat die Politik das rasch wieder vergessen. Sport ist kein Nebenthema, sondern Querschnittsmaterie: Er beeinflusst Gesundheit, Bildung, Integration, Generationenarbeit und leistet wesentliche Beiträge zum positiven Image Kärntens – vom Breitensport bis zu Großveranstaltungen mit touristischer Strahlkraft.
Wer Kärnten zukunftsfit machen will, muss den Sport sichtbar und selbstbewusst in den Mittelpunkt stellen – auch auf struktureller Ebene. Alles andere ist ein Rückschritt und widerspricht der Vorbildwirkung, die Kärnten bislang im österreichischen Sportwesen innehatte.
Marijan Velik, Sportpresseklub-Kärnten-Obmann
Dietmar Triebnig, Sportpresseklub-Kärnten-Geschäftsführer




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