SCF wuchs über sich hinaus...

Der traditionsreiche Handballklub SC kelag Ferlach hat kürzlich in einem an Spannung kaum zu überbietenden Bundesliga Finale gegen die HSG Graz den Aufstieg in die HLA, Österreichs höchste Liga geschafft. Der SCF sorgt in der Büchsenmachermetropole schon seit Jahren für eine einzigartige Handballbegeisterung. Für alle SCF-Nachwuchsteams und Fans zählt nur eines, „Treffpunkt Halle".

2Perkounigs beim SPKBeide Perkounigs gaben der SPK-Klubversammlung einen Einblick ins Ferlacher Handballgeschehen. V.l. Günter Pfeistlinger, SCF-Obmann Walter Perkounig Junior, SPK-Geschäftsführer Kurti Raunegger, SPK-Obmann Marijan Velik und SCF-Präsident Walter Perkounig.

Walter Perkounig Junior, der die Obmannwürde von seinem Vater „geerbt" hat, stand am 6. Juni der SPK-Runde Rede und Antwort. Obwohl immer ein Optimist, vom positiven Saisonabschluss wurde auch er überrascht, zumal der Meisterschaftsstart alles andere als gut verlief. Die Wende kam mit dem Jahreswechsel. Von elf Spielen wurden nur zwei verloren. Entscheidend im oberen Play-off war der Sieg über St. Pölten. Damit hatte der SCF den Finaleinzug geschafft. Plötzlich war die Chance da, aus eigener Kraft den Sprung in die HLA zu schaffen. Auch neu einstudierte Spielzüge von Trainer Ivan Vajdl haben geholfen. Angetrieben von 1000 Fans in der Ballspielhalle Ferlach wurde das 3. Entscheidungsspiel gegen die HSG Graz mit 26:25 gewonnen. Die Halle war ein Hexenkessel, „HLA wir kommen", tönte es von den Rängen.

IMG 1507 SCF Team KopieDie Freude dominiert beim Bundesliga-Meister SC kelag Ferlach.                                        Foto: EKK
Jetzt gilt es ein schlagkräftiges HLA-Team zu formen. Walter Perkounig muss zusätzliche 100.000 Euro aufstellen, 300 sollen es am Ende werden: „Ein Profiteam, wie es die Spitzenklubs handhaben, das ist bei uns nicht drin. Hauptziel ist es die Mannschaft zu halten. Zwei bis drei Verstärkungen sind geplant." Das gute Mannschaftsklima soll es auch in Zukunft geben.
IMG 9205 Izudin Mujanovic fliegtWenn Izudin Mujanovic fliegt, ist ein Treffer kaum zu vermeiden.                                         Foto: EKK
Legionäre, wie Izudin Mujanovic, der für den entscheidenden 26. Treffer sorgte, Torhüter Domen Oslovnik, die Torfabrik Risto Arnaudovski (10 Treffer im Finale) und der tunesische Teamspieler Anis Gatfi sind in Ferlach längst angekommen. Wichtig auch die Eigenbauspieler rund um Mathias Rath und Leander Krobath. Entscheidend, alle spielen mit Herz!
8.6.2016 EKK