Austria Klagenfurt Trainer Manfred Bender beim SPK

Der Austria Klagenfurt Trainer Manfred Bender, meist nur „Manni“ gerufen, war am 28. September 2015 zu Gast bei der SPK-Klubversammlung, stand gerne Rede und Antwort. Der Münchner ist ein Fußball-Experte. Seine Erfahrungen als ehemaliger Spieler in der deutschen Bundesliga, u.a. beim FC Bayern München (1989-1999), dem Karlsruher SC und TSV 1860 München, mit 42 Toren in 229 Spielen, unterstreichen dies.

Mannis Trainerkarriere begann 2006. Sie führte ihn auch auf den schwarzen Kontinent zum U20-Nationalteam von Nigeria, mit dem er 2011 den Afrikacup gewann. Seit 1.Juli 2014 führt Bender bei Austria Klagenfurt, dem Aufsteiger in die Erste Liga, als Trainer Regie.
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Trainer Manfred „Manni“ Bender an der Seite von SPK-Obmann Marijan Velik und Geschäftsführer Kurti Raunegger.

Noch werden kleinere Brötchen gebacken. „Der Aufstieg in die Bundesliga ist nicht das Ziel, denn bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist daran nicht zu denken. Solange das Ziel Bundesliga auch finanziell nicht geebnet ist, können wir darüber nicht reden. Wenn die Wirtschaft nicht einsteigt, kommen wir nicht in die Bundesliga. Aber auch mit dem Abstieg wollen wir nichts zu tun haben“, bringt es Bender, der mit Präsident Peter Svetits alle Entscheidungen trifft, auf den Punkt. „Ich und Peter haben das Sagen.“

Austria Klagenfurt ist seit mehr als 20 Heimspiele ungeschlagen, doch der Zuschauerandrang hält sich noch in Grenzen. Klagenfurt ist eben anders. „Das Publikum spielt noch nicht so mit“, bestätigt der sichtlich enttäuschte Trainer. Seine sportlichen Ziele: „Platz drei bis vier in der Liga ist möglich. Fehler werden gnadenlos bestraft. Verletzte Leistungsträger sind auch nicht das Optimale. Die Spieler agieren mir noch zu brav. Deshalb setze ich jetzt schon im Training Reize, damit sie aggressiver werden. Wir wollen Spieler ausbilden, sie verkaufen, um den Aufwand zu refinanzieren.“ Kärntner Talente sind im Visier, kein einfacher Weg, denn auch die Eltern müssen mitspielen. „Ein Jahr länger in der Akademie ist oft ein verlorenes Jahr“, weiß Manfred Bender.

29.9.2015 EKK